in / Bücher & CDs / Bücher
Artikel-Nr. FIB
Die Sackpfeifen-Fibel - Lehrbuch für den mittelalterlichen Dudelsack
von Thomas Zöller - mit einem Vorwort von Brian Haase (alias Briantanus)
Die Sackpfeifen-Fibel ist das bislang erste und einzige Lehrbuch zur Sackpfeife, dem mittelalterlichen Dudelsack wie man ihn von mittelalterlichen Märkten oder Bands wie In Extremo oder Corvus Corax kennt.
Das Lehrbuch eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und vermittelt eine strukturierte Verzierungstechnik. Das Buch führt den Lernenden Schritt für Schritt von der Übungspfeife an die Sackpfeife. Die Atem- und Spieltechnik der Sackpfeife wird anschaulich mit Texten, Bildern und Grafiken dargestellt.
Neben nützlichen Übungen sind natürlich auch eine Menge Melodien enthalten - z.B. Goddesses, Pavane, Skudrinka, das Palästinalied oder der Bärentanz - um nur einige wenige zu nennen. Neben diesen eher traditionellen Stücken finden aich auch einige moderne Kompositionen, z.B. von Briantanus.
Auf der Internetseite www.sackpfeifen-fibel.de wird den Besitzern dieses Lehrbuchs eine Online-Datenbank zur Verfügung gestellt. Diese enthält alle in der Sackpfeifen-Fibel besprochenen Stücke & Übungen zum anhören & mitspielen.
Das durchgehend vierfarbig gedruckte und sehr schön gestaltete Lehrbuch ist all jenen gewidmet, die sich für den 'mittelalterlichen' Dudelsack interessieren, so wie er heutzutage auf den meisten mittelalterlichen Märkten zu hören ist. 'Mittelalterlich' steht hier deshalb in Anführungszeichen, weil diese Dudelsackform kein historisches Instrument darstellt. Verschiedene Bezeichnungen werden mit dem Instrument in Verbindung gebracht, zum Beispiel Sackpfeife, A-Sack oder Marktsack. In diesem Lehrbuch verwendet der Autor den Begriff 'Sackpfeife'.
Die in diesem Lehrbuch präsentierten Spieltechniken werden gut verständlich erklärt und erweitern die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten auf der Sackpfeife deutlich. Sie geben dem Musiker neue Möglichkeiten an die Hand. Dabei ist es Thomas Zöller wichtig, trotz der innovativen Ansätze, die Eigenheiten des Instrumentes zu respektieren.
Die im Buch vorgestellten Inhalte vermitteln erstmalig ein klar strukturiertes und erprobtes Verzierungssystem für die Sackpfeife. Des Weiteren finden sich neben den Übungen, den Stücken und der relevanten Musiktheorie wertvolle Tipps zum Umgang mit der Sackpfeife selbst.
Unter den Lerneinheiten befinden sich visuell hervorgehobene Bereiche. Hier werden die mit der jeweiligen Übung in Zusammenhang stehenden Stolpersteine nochmals gezielt besprochen. Manchmal ist unter den Noten eine Schalmei abgebildet, auf der die zu den Tönen gehörigen Griffe dargestellt sind. Für Melodienoten ist die Schalmei groß, für Verzierungsnoten klein dargestellt.
Wie bei jedem Instrument, so gilt auch bei der Sackpfeife, dass ein komplettes Selbststudium nicht zu empfehlen ist. Man tut also gut daran, zusätzlich zur Sackpfeifen-Fibel nach einem Lehrer Ausschau halten, der sich gewissenhaft mit den eigenen Bedürfnissen und Problemen auseinandersetzt.
Die Online-Datenbank mit Klangbeispielen steht allen Käufern dieses Lehrbuchs offen, die per E-Mail an den Autor die Zugangsinformationen zur Online-Datenbank angefordert haben.
Thomas Zöller entdeckte bereits früh seine Liebe zur Dudelsack- und Bordunmusik. Auf dem Sommermusikfest von Rüdiger Oppermann wagte er 1995 erste Schritte auf einem französischen Dudelsack und der Drehleier. Der Klang der schottischen Great Highland Bagpipe brachte ihn 1996 dazu, sich intensiv mit diesem Dudelsack und dessen Repertoire auseinanderzusetzen. Über die Jahre kamen Scottish Smallpipes und Borderpipes hinzu. Deren tonale Möglichkeiten erweiterte er in Zusammenarbeit mit dem Instrumentenbauer Nigel Richard mithilfe von Klappen. Auf seinen Instrumenten versteht er sich als Grenzgänger, der das traditionelle Repertoire auslotet und dabei stets nach neuen Wegen und Klangfarben sucht.
Von 2002-2005 studierte er schottische Musik mit dem Hauptfach Great Highland Bagpipe an der Royal Scottish Academy of Music and Drama sowie dem National Piping Centre in Glasgow, Schottland. Er ist der erste Festlandeuropäer, der diesen staatlich anerkannten Studiengang erfolgreich absolviert hat.
Seine musikalischen Aktivitäten reichen von mittelalterlicher Musik bis hin zu Pop-Produktionen. Als festes Bandmitglied, Gast- oder Studiomusiker spielte er unter anderem mit und für: Adelante, Adversus, Andras Zauberband, Anna-Maria Kaufmann, Às a‘ Phìob, ASP, Chieftains, Estampie, Fabula, HOMEBOUND, Otterflug, Qntal. Im Sommer 2005 gründete er die Dudelsack-Akademie, die erste professionelle Dudelsackschule Deutschlands. Diese sieht ihre Aufgabe darin, Kultur anstatt Klischee, Interpretation anstatt Imitation zu vermitteln. Sie versteht sich als deutsches Zentrum für verschiedene europäische Dudelsacktraditionen und vermittelt diese im Rahmen von Einzel- und Gruppenunterricht, Wochenendworkshops und der mehrtägigen Winterschule Storas Òran, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für gälische Sprache und Kultur stattfindet. Seit 2007 konzipiert und organisiert die Dudelsack-Akademie das Interkeltische Folkfestival, das für mehrere Tage international renommierte Künstler der Folkszene nach Hofheim am Taunus führt.
Zubehör